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Beim klassischen Fisten dreht sich alles um die Hand. Es gibt darüber hinaus aber noch viele weitere Varianten und eine davon ist das Punch Fisting. Der „Punch“ bedeutet zu Deutsch übersetzt so viel wie „Schlag“ und das bringt uns der Sache schon ziemlich nahe. Es geht um einen Faustschlag, der natürlich nicht ins Gesicht, sondern „in die Körperöffnung“ des Partners erfolgt. Wir erklären dir, was es mit Punch Fisting auf sich hat, welche Risiken es gibt und mit welchen Tricks es besser gelingt.
Was ist Punch Fisting?
Klassisches Fisting ist schnell erklärt. Es geht darum, den Analkanal mithilfe von Fisting-Sextoys oder der Hand zu penetrieren und dadurch sexuelle Lust zu erfahren. Anders, als häufig behauptet, wird beim klassischen Fisting nicht immer eine Faust genutzt, die Hand kann auch ausgestreckt eingeführt werden.
Punch Fisting ist eine Unterart davon, bei der die Hand in der Regel zur Faust geballt wird. Das ist die Voraussetzung für das „punchen“ oder auch „boxen“, nachdem der Anus ausreichend gedehnt und die Faust eingeführt wurde.
Welche Risiken gibt es beim Punch Fisting?
Grundlegende Risiken gibt es beim Fisting immer. Sie sind vor allem auf mangelnde Vorbereitung zurückzuführen und auf grobes vorgehen. So kann der Verzicht auf Gleitgel beispielsweise zu schmerzhaften Einrissen der Analschleimhaut führen. Die Rosette besteht aus einem Muskel, der schwer zu überwinden ist.
Um eine Hand oder auch eine ganze Faust einzuführen, braucht es vor allem viel Geduld und Rücksichtnahme. Nur nach einer erfolgreichen Dehnung ist es möglich, die Praktik schmerzfrei durchzuführen und Risiken zu minimieren.
Ist die Hand beim Punch Fisting in den Analkanal eingedrungen, ballst du sie zur Faust. Das muss langsam geschehen, damit die Schleimhaut durch die Bewegung nicht verletzt wird. Die Bewegungen erfolgen bei dieser Fisting-Variante schneller und mit mehr Nachdruck. Auch hier gibt es aber Variablen. Die einen mögen es langsam und mit einzelnen „Schlägen“, die anderen schätzen heftige und schnelle Schläge mit unterschiedlicher Tiefe.
Eine gute Schmierung ist ein Muss, da die Schleimhaut sonst allein durch die Bewegungen einreißen kann. Auch beim Beenden der Praktik ist Vorsicht gefragt. So kann es durch ruckartiges Rausziehen der Faust zu einem Analprolaps kommen. Dabei handelt es sich um ein schmerzloses Hervortreten des Darms aus dem Anus. Unter Gays wird das auch als Rosebud bezeichnet und gilt in einigen Kreisen als besonders erotisch.
5 Tricks für besseres Punch Fisting
Ob du Punch Fisting ausprobieren möchtest, ist eine Sache der persönlichen Vorlieben. Es gibt kaum eine sexuelle Spielart ohne Risiken, die korrekte Durchführung ist entscheidend. Wir haben fünf Tricks und Tipps für dich zusammengestellt, mit denen du den „Punch“ besser und schmerzfreier genießen kannst.
1. Gleitgel ist hier keine Option, sondern Pflicht
Grundsätzlich empfehlen wir dir für alle Arten von Analsex immer ein gutes Gleitgel, da die Analschleimhaut auch bei größter Lust keine Feuchtigkeit produziert. Beim Punch Fisting ist ein hochwertiges Silikon Gleitgel die perfekte Wahl, da es besonders lange gleitfähig bleibt und die Haut schön geschmeidig hält. Achte lediglich darauf, dass eventuelle Sextoys und auch Handschuhe damit kompatibel sind. Ein wasserbasiertes Gleitgel ist auch eine Option, hier musst du aber öfters nachlegen, da die Flutschigkeit schneller nachlässt.
Wichtig: Es gibt kein „zu viel“, sondern nur ein „zu wenig“. Um Punch Fisting wirklich genießen zu können, spare niemals am Gleitmittel.
2. Ein guter Handschuh unterstützt die Schmierfähigkeit
Als ausführender Part trägst du beim Punch Fisting Handschuhe in guter Qualität. Sie sorgen einerseits für bessere Hygiene und andererseits für eine stärkere Gleitfähigkeit. Schon winzige Widerhaken an der Haut können dazu führen, dass du die Analschleimhaut deines Partners verletzt. Da reicht eine winzige Kruste von einer leichten Verletzung oder ein Stückchen Fingernagel, das du nicht ordentlich abgeschnitten hast.
Handschuhe verhindern, dass durch die schnelle Reibung Verletzungen durch solche Probleme entstehen, sie machen das Fisten aber auch hygienischer für dich.
3. Lass dir Zeit für eine ausreichende Dehnung
Am Anfang steht die Dehnung und wenn die ganze Faust eindringen soll, braucht es hierfür Zeit. Manchmal gelingt es nicht an einem Abend, vor allem wenn dein Gegenüber noch nie gefistet wurde. Arbeitet euch langsam vor und beginnt mit Butt Plugs in verschiedenen Größen und Formen. Erst wenn der andere sich gut vorbereitet fühlt und du beinahe mühelos mit den Fingern und schließlich der ganzen Hand eindringen kannst, seit ihr auf dem richtigen Weg.
Es gibt zusätzliche Hilfsmittel, die den Dehnungsprozess angenehmer gestalten können. So sorgen Relax-Sprays dafür, dass sich dein Partner entspannen kann. Viele Gays setzen zu diesem Zweck auch auf Poppers, die die Lust in den Vordergrund stellen und Ängste verschwinden lassen. Denn wenn er verspannt ist und trotzdem Bock hat, sind es oft Unsicherheiten und Ängste, die ihn den Eingang buchstäblich zusammenkneifen lassen.
4. Fang klein an und steigere dich langsam
Hast du seinen Ringmuskel überwunden und ihm die ganze Faust eingeführt, bist du schon einen gehörigen Schritt weiter. Jetzt geht es darum, die richtige Stärke für die gewollten „Punches“ zu finden. Bitte fang nicht an wie wahnsinnig in seinen Analkanal zu hämmern, das führt nur zu Unwohlsein und Schmerzen.
Steigere deine Bewegungen stattdessen langsam und stetig. Du solltest schon vorher mit deinem Partner darüber sprechen, welche Art von „Schlägen“ gewünscht sind. Kleine und heftige? Langgezogenen und sanfte? Hier gibt es ganz viele verschiedene Varianten. Wenn ihr beide noch nicht wisst, was richtig viel Spaß macht, probiert es einfach aus.
5. Höre bei Schmerzen jeglicher Art sofort auf
Wenn dein Partner beim Punch Fisting Schmerzen hat, stoppe sofort. Hier gibt es keinen Diskussionsbedarf, Schmerzen sind tabu, denn der Körper zeigt damit, dass etwas nicht richtig läuft.
Es gibt viele Gründe, warum es plötzlich weh tut:
- Ihr habt zu wenig Gleitgel benutzt
- Er fühlt sich nicht bereit fürs Punchen
- Die Anspannung ist zu groß
- Du bewegst dich nicht richtig
Selbst den Besten kann es passieren, dass „beim ersten Mal“ nicht alles glattläuft. Wenn ihr weiterhin am Punch Fisting festhalten wollt, macht eine Pause und probiert es später oder an einem anderen Tag noch einmal.
Funktioniert Punch Fisting auch allein?
Ja, theoretisch funktioniert Punch Fisting auch alleine, wenn du eine gewisse Gelenkigkeit mitbringst. Dir selbst die Faust anal einzuführen setzt voraus, dass du dich gut verbiegen kannst und nicht eingeschränkt bist. Wie hoch dein Schlagradius ist, hängt von der Stellung ab, aber auch von deiner Armlänge.
Wenn dir das alles zu akrobatisch ist, kannst du entsprechende FF-Dildos kaufen, die dein Vorhaben erleichtern. Wählst du einen klassischen Dildo in Penisform, sind die schlagenden Bewegungen schwerer. Es gibt aber auch echte Faustnachbildungen, die zum Solo-Fisting mit Punches gut geeignet sind. Die Regeln sind hier identisch. Bevor du wirklich „zuschlägst“, bereite dich auf diese Form des Fistens gründlich vor. Gleitgel, eine gute Dehnung und wirkliche Bereitschaft sind drei Kriterien, die allein und mit anderen zwingend eingehalten werden sollten. Dann gelingt dir vielleicht auch der Lucky Punch mit einem kräftigen Höhepunkt.
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